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Flachdachdämmung


Begriffserklärung Flachdach

Als Flachdach wird ein Dach bezeichnet welches keine oder häufig nur eine geringe Dachneigung aufweist. Ein Mindestgefälle von 3° muss vorhanden sein, da sich sonst Wasser ansammelt, welches gefrieren kann. Auch der Wuchs von Algen und Pflanzen würde sonst gefördert werden. Ab einer Neigung von 20° spricht man bereits wieder von einem Satteldach, auch Giebeldach genannt.

Ein Flachdach kann Beispielsweise als Dachterrasse, Spielfläche für Kinder, oder durch die Begrünung als Alternative zum Garten dienen.

Die Dachbegrünung wird in immer mehr Kommunen als Beitrag zum Umweltschutz finanziell gefördert. Da Gründächer einen Beitrag zur Flächenentsiegelung leisten, ist es möglich, dass weniger Abwassergebühren anfallen. Eine Liste mit Städten, welche begrünte Dächer in der ein oder anderen Form fördern ist auf der Seite des Deutschen Dachgärtnerverbandes zu finden.

Warum ein Flachdach dämmen?

Im Vergleich zu anderen Dachformen lassen sich Flachdächer am wirtschaftlichsten dämmen.Eine Flachdachdämmung schützt die Räume im Sommer vor Überhitzung, im Winter verhindert die Dämmung, dass unnötig viel Heizungswärme in die Atmosphäre entweicht.

Anforderungen an die Dämmung

Bei der Dämmung eines Flachdachs muss das Dämmmaterial hohe Anforderungen erfüllen.Ein Flachdach ist Temperaturschwankungen von extremer Hitze im Sommer und extremer Kälte im Winter ausgesetzt. Dazu kommen die Belastungen von Nässe und Windsogkraft.Eine weitere Rolle spielt der Brandschutz. Das Dämmmaterial sollte zur Baustoffklasse A1 zählen, das heißt nicht brennbar sein.Besonders bei der Nutzung des Flachdachs als Terrasse oder Garten muss der Dämmstoff entsprechend druckfest sein.

Möglichkeiten der Dämmung

Beim Flachdach werden verschiedene Aufbauvarianten unterschieden. Man unterscheidet zwischen einem Warm-, Umkehr sowie einem Kaltdach.
 
Bei einem Warmdach, auch als einschaliges Dach bekannt, wird die Dämmung so angebracht, dass zwischen der Außenhaut und der Flachdachdämmung keine Luft zirkulieren kann, das heißt, der Raum zwischen den Sparren ist vollständig mit Dämmung gefüllt. Die Dachhaut wird hier direkt auf die Dämmschicht angebracht.
Kurz: Ein Warmdach ist wie folgt aufgebaut: Tragende Konstruktion- Dämmung- Dachhaut.
Um zu verhindern, dass Wasserdampfmoleküle aus der Raumluft in die Dämmung zwischen den Sparren eindringen können muss eine raumseitige Dampfbremse oder Dampfsperre eingebaut werden. Wird die Dampfbremse oder sperre nicht angebracht kann es zu Schimmelbildung in der Isolierschicht, oder zu Fäulnis der Dachsparren kommen.
Bei der Verlegung der Dampfbremse sowie der Dampfsperre gilt, diese so dicht wie möglich zu verlegen.
 
Bei dem in den 50er Jahren in Amerika entwickelten Umkehrdach, wird die Wärmedämmung über der Dachhaut angebracht. Es handelt sich hierbei um eine Sonderform des Warmdaches.
Kurz: Ein Umkehrdach ist wie folgt aufgebaut: Tragende Konstruktion-Dachhaut-Dämmung.
Bei einem Umkehrdach muss streng auf die Qualität der Dämmung geachtet werden, denn diese muss wasserunempfindlich, besonders druckfest, frost- und formbeständig sein.
 
Bei einem Kaltdach, auch als zweischaliges Dach bekannt, besteht über der Dämmschicht zwischen den Sparren ein Hohlraum, der von Außenluft durchströmt werden kann. Eventuell in die Dämmung eingedrungene Feuchtigkeit kann so abgeführt werden.
Die Wärmedämmung muss bei einem Kaltdach nicht unbedingt durch eine Dampfsperre geschützt werden. Es genügt hier auch die Dampfbremse.

Um Kältebrücken zu vermeiden und ein optimales Dämmergebnis zu erzielen muss bei der Flachdachdämmung sehr sorgfältig vorgegangen werden.







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