Begriffserklärung Innendämmung
Die Konzeption einer Innendämmung setzt sich zusammen aus dem komplexen Zusammenspiel zwischen der vorhandenen Konstruktion, dem Dämmstoff, gegebenenfalls zusätzlich erforderlichen Schichten (zum Beispiel Dampfbremsen), der raumseitigen Bekleidung und dem Gesamtsystem Bestandsgebäude.
Wie ist die Innendämmung aufgebaut?
Die Dämmung wird von innen an der Außenwand aufgebracht. Somit liegt das Mauerwerk auf der kalten Seite der Dämmung. Um Feuchteschäden zu vermeiden, muß die Dämmung in der Regel durch eine Dampfsperre auf der Innenseite ergänzt werden. Diese Dichtungsebene muß sorgfältig ausgeführt werden, denn durch undichte Stellen kann feuchtwarme Raumluft in die Dämmung dringen. Die Luft kondensiert zwischen Dämmung und kalter Außenwand und Tauwasser fällt aus. Das kann zu Pilzbefall und Schäden am Mauerwerk führen.
Da die Dämmung auf der Innenseite angebracht ist, schützt sie das Mauerwerk nicht. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen kann Frost eindringen und durch die Temperaturdifferenz zwischen Mauerwerk und Dämmung zu Rißbildungen im Mauerwerk führen.
Bin Innendämmungen sind in der Regel Dämmstärken ab 6 cm zu empfehlen – nur bei der Verwendung von Vakuum-Isolationspaneelen sind dünnere Dämmschichten realisierbar.
Die Energieeinsparung ist nicht so hoch, wie bei einer außen angebrachten Wärmedämmung. Decken und Innenwände, die direkt mit der Gebäudeaußenwand verbunden sind, wirken als Wärmebrücke. Das kann durch den Einbau einer Innendämmung nicht vollständig verhindert werden.
Innendämmungen sollten in jedem Fall nur unter Beteiligung von Fachleuten ausgeführt werden!