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Kellerdeckendämmung


Was ist eine Kellerdeckendämmung?

Schlicht und einfach: Bei der Kellerdeckendämmung werden Dämmplatten unter die Decke geklebt. Das Dämmen der Kellerdecke auf der Oberseite fällt im Gegensatz dazu in den Bereich der Bodendämmung. Kellerdeckendämmung bzw. Unterdeckendämmung wie Bodendämmung sind sowohl beim Neubau als auch im nachhinein möglich.  

Wozu ist die Dämmung der Kellerdecke gut?

Eine gedämmte Kellerdecke hilft, wie generell jede andere Dämmung auch, beim Energiesparen. Bis zu 10 Prozent der Heizkosten lassen sich durch eine Kellerdeckendämmung einsparen.
Häuser, welche vor 1995 gebauten wurden, verfügen in der Regel über keine Kellerdeckendämmung, da die erste Energieeinsparverordnung (EnEV) erst 1995 in Kraft trat; diese schreibt unter anderem vor, daß Häuser eine außenseitige Perimeterdämmung sowie eine Bodenplattendämmung besitzen müssen.

Weitere Vorteile einer gedämmten Kellerdecke

  • Die Kellerdeckendämmung dient neben der Isolierung gegen Kälte auch dem Schallschutz, was ein weiterer Vorteil ist. So dringt bspw. der Lärm aus dem Partykeller nicht mehr direkt nach oben in den Wohnbereich, sondern wird abgeschirmt oder zumindest deutlich minimiert.
    Auch in diesem Bereich spielen Vakuum-Isolationspaneele ihre Vorteile voll aus, da sie aufgrund ihrer außerordentlich hohen Dichte - die Rohdichte gemäß DIN EN 1602 liegt zwischen 170 kg/m³ und 210 kg/m³ - auch eine äußerst gute Schallisolierung bildet.
     
  • Durch die optimierte Kellerdecken-Dämmung verringern sich die Heizkosten. Zudem wird der Wohnkomfort durch die nun „fußwärmeren“ Räume deutlich gesteigert.

Was ist bei der Kellerdecken-Dämmung zu beachten?

Eine Dämmung der Kellerdecke ist meist nicht ganz einfach durchzuführen, da es einige Faktoren gibt, die eine Kellerdeckendämmung erschweren können.
  • Zum einen stellt sich die Frage wie dick überhaupt eine Dämmung an der Kellerdecke angebracht werden kann. Hier spielen vor allem die vorhandene Deckenhöhe, aber auch der Deckenabstand zu Tür- und Fensterrahmen eine entscheidende Rolle. So sollten für eine sinnvolle Dämmung der Kellerdecke mindestens 5-7 cm Freiraum an der niedrigsten Stelle der Kellerdecke für die Dämmung zur Verfügung stehen. Sollte an "schwierigen Ecken" weniger Dämmhöhe zur Verfügung stehen, so ist dies auch nicht tragisch - besser wenig Unterdeckendämmung, als gar keine Dämmung! Ideal für eine Dämmung der Kellerdecke mit konventionellen Dämmstoffen sind 10-14 cm; beim Einsatz von Hochleistungsdämmung (Vakuum-Isolationspaneele z.B. FRONT-VIP®) reicht bereits eine Dämmstoffstärke von lediglich 3-4 cm aus.
  • Neben der Deckenhöhe ist die Art der Kellerdeckendämmung wichtig, also mit welchem Dämmstoff diese realisiert werden soll. Während man bspw. bei einer glatten/ ebenen Kellerdecke ein Untergestell mit dazwischen liegender Dämmung zur anschließenden Beplankung einsetzen kann, ist bei einem Gewölbekeller oder ähnlichen Konstruktionen im Altbau üblicherweise nur ein Überputzen möglich. Bei einer Unterkonstruktion sollte man alle Randabschlüsse und Aussparungen für Installationen besonders dicht verarbeiten z.B. durch Ausschäumen, damit keine kalte Luft zwischen Unterdecken-Dämmung und Decke gelangen kann.
    Apropos Gewölbe: Vakuum-Isolationspaneele lassen sich nicht biegen, könnten also bei einer gewölbten Dämmung nur in einzelnen Streifen auf Stoß aufgebracht werden; hier scheinen also konventionelle Dämmstoffe wie Polystyrol- oder Polyurethan-Platten trotz des deutlich größeren Platzbedarfes (und demzufolge niedriger Raumhöhe) besser geeignet.

Perimeterdämmung – was ist darunter zu verstehen?

Als Perimeterdämmung wird die Dämmung erdberührter Bauteile von Gebäuden und Bauwerken an deren Außenseite bezeichnet. Damit kann sowohl die Dämmung unterhalb der Bodenplatte eines Gebäudes gemeint sein, als auch die Dämmung einer im Erdreich eingebundenen Kelleraußenwand.
Die Dämmung erdberührter Bauteile muß wasser- und druckbeständig sein, daher werden geschlossenporige Schaumstoffmaterialien wie extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten oder Schaumglasplatten verwendet. Der Dämmstoff wird außerhalb der wasserundurchlässigen Schicht (Bitumenanstrich oder Kunststoff-Folie) angebracht. Die Dämmplatten werden verklebt, damit sie nicht verschoben werden, wenn sich die Hinterfüllung der Baugrube setzt.
Hochleistungsdämmstoffe wie Vakuum-Isolationspaneele werden üblicherweise nicht als Perimeterdämmung eingesetzt.

Wie wird die Kellerdeckendämmung montiert?

Die Dämmplatten können in den meisten Kellern ganz einfach unter die Decke geklebt werden. Bei stark unebenen Kellerdecken werden die Dämmplatten zusätzlich mit Dübeln befestigt.

Vor dem Anbringen der Dämmplatten werden „Betonnasen“ und andere Unebenheiten sowie Schmutz, der ein Haften des Klebers verhindern könnte, entfernt. Außerdem sollten als Arbeitshilfen Holzstempel gefertigt werden, um die Dämmplatten bei noch nicht abgebundenem Kleber unter der Decke zu fixieren. Die Stempel bestehen aus einfachen Dachlatten passender Länge, an deren oberem Ende ein kleines Brett zum Schutz der Dämmplatten angeschraubt ist.
Die Dämmung sollte vollflächig mit speziellem Kleber an die Kellerdecke geklebt werden, damit eine Hinterlüftung sicher verhindert wird. Zum Fixieren können die Stempel verwendet werden. An schwierigen Stellen ist auch der Einsatz von Kunststoff-Tellerdübeln, wie sie für Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) zum Einsatz kommen, möglich. Eine sorgfältige Ausführung (genaues Aussparen von Durchdringungen und Ausschäumen von Schlitzen usw.) zahlt sich langfristig aus. Da für das Abbinden des Klebers viele Arbeitsunterbrechungen entstehen, ist die Montagearbeit relativ langwierig und deshalb gut für Heimwerker geeignet, die einen großen Teil der sonst anfallenden Kosten einsparen.

Vorteil der VIP-Unterdecken-Dämmung

Um die Raumhöhe der oft ohnehin schon niedrigen Kellerräume nicht durch dickes Dämmaterial unnötig zu verringern, sind zur Unterdecken-Dämmung hervorragend Vakuum-Isolationspaneele geeignet: so werden die Paneele z.B. FRONT-VIP® 1 mit 1-seitiger oder FRONT-VIP® 2 mit 2-seitiger Polystyrol-Kaschierung von unten an die Decke geklebt und dann verputzt. Das Verkleben und Verputzen wird wie bei einem konventionellen WDVS ausgeführt, spezielle Zusatzstoffe oder -werkzeuge sind also nicht erforderlich. Sollte vorgesehen sein, die Paneele mit Dübeln zu befestigen, ist der Typ FRONT-VIP® 2-E mit umlaufendem EPS-Einleimer zu empfehlen. In jedem Fall sollte der Hersteller auf Basis des Aufmaßes vor Ort einen entsprechenden Verlegeplan zur Verfügung stellen.
In sehr alten Häusern mit oft feuchten Kellern eignen sich Vakuum-Isolationspaneele ebenfalls, da sie ideal isolieren und aufgrund der Diffusionsdichtheit Schimmel verhindern helfen. Da die Kellerdeckendämmung an der kalten Seite von unten angebracht wird, bildet sich hier auch kein Tauwasser.

Was für Folgen haben ungedämmte Kellerdecken?

Wärmedämmung zwischen beheiztem Erdgeschoß und Keller sind nach wie vor noch bei vielen Gebäude nicht vorhanden; ebenso fehlt oft noch eine geeignete Kelleraußenwand-Dämmung bzw. eine Dämmung der Bodenplatten. In der Praxis bedeutet dies, daß diese Häuser ständig Wärme an das umgebende Erdreich abgeben. Damit wird die immer teurer werdende Heizenergie verschwendet!
Ganz grob kann man sagen, daß durch schlecht gedämmte Fußböden rund ein Zehntel der Heizenergie verlorengeht.
Ein Quadratmeter ungedämmter Boden verliert jährlich die Wärme von umgerechnet 12 Litern Heizöl im Keller. Mit einer geeigneten Dämmung - z.B. mit 80 mm konventionellen Dämmplatten oder 40 mm Vakuum-Isolationspaneelen - lassen sich rund 10 Liter davon einsparen. Die Arbeit und die Investition würden sich demnach schon nach wenigen Jahren auszahlen.
 


Siehe auch:
Kellerdecken-Dämmung  Unterdeckendämmung  Unterdecken-Dämmung 



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