Effiziente Wärmedämmung

Energieeffizienz ist Deutschlandweit in aller Munde. Steigende Kosten für Heizöl, Erdgas und Strom treiben manchem Hausbesitzer die Sorgenfalten auf die Stirn. Die größten Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz liegen demnach beim Heizen von Gebäuden, beim Warmwasser und bei größeren Haushaltsgeräten.Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs eines privaten Haushalts in Deutschland werden für Heizung und Warmwasser verwendet . Den deutlich größten  Anteil macht dabei mit rund drei Vierteln des Energieverbrauchs die Raumwärme aus, von der bisher ein Großteil durch Wände, Fenster, Dach, Türen oder den Fußboden verschwindet. Auch alte Heizkessel sowie überdimensionierte, falsch eingestellte und ineffiziente Umwälzpumpen treiben den Strom- und Wärmeverbrauch in die Höhe. Die meiste Energie kann also durch eine besser Wärmedämmung und durch innovative Konzepte für die Gebäudetechnik bei Neubauten eingespart werden – denn wer heizt schon gern die Straße statt der Wohnung? Am 1. Oktober 2009 tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Dann werden die Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und an die Modernisierung von Altbauten verschärft. Im Vergleich zu der noch gültigen EnEV 2007 soll der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden um durchschnittlich 30 Prozent sinken. Konkret bedeutet dass für Bauherren und Eigentümer, die ihre Gebäude komplett oder teilweise sanieren oder neu bauen, ab dem 1. Oktober 2009 (Bedingung ist Bauantragstellung nach dem 1. Oktober 2009) folgende Prämissen: Wird z.B. ein Haus neu gebaut, muss sein gesamter Jahresprimärenergiebedarf um 30 Prozent niedriger liegen als nach der Energieeinsparverordnung von 2007 erforderlich wäre. Dabei muss die Wärmedämmung der Gebäudehülle im Durchschnitt 15 Prozent effizienter sein als bisher. Werden größere bauliche Maßnahmen an der Gebäudehülle bei Altbauten durchgeführt – wie das Dämmen der Wände oder der Austausch von Fenstern – müssen die neuen Bauteile einen 30 Prozent besseren energetischen Wert erreichen als bisher gefordert. Alternativ kann der Haussanierer dafür sorgen, dass der Jahresprimärenergiebedarf des gesamten Gebäudes um 30 Prozent sinkt. Dafür müsste neben einer energieeffizienten Gebäudehülle eine moderne Heizungsanlage eingebaut werden. Auch Eigentümer von älteren Gebäuden, die keine Modernisierung planen, müssen also teilweise ihre Gebäude energetisch aufbessern. Energieeffiziente  Maßnahmen sind wirtschaftlich und rechnen sich allein durch die Einsparung von Primärenergie oft bereits nach kurzer Zeit.

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