Anbieter moderner Fenster bezeichnen ältere Fenster als „durchsichtige Energieschleuder“. Im europäischen Wohnhausbestand sind diese noch in großer Zahl vorhanden – in zu großer Zahl, gemessen an dem heutigen Stand der Technik.
Moderne Fenster verfügen über Gläser mit niedrigem U-Wert sowie über Profile, welche sich nicht als Kälte- oder Wärmebrücke erweisen. Das Dreifach-Isolierglas mit Argon oder Krypton-Füllung ist heutzutage Standard. Vakuum-Verglasungen, welche in der Lage sein sollen, Dämmung mit schlanker Konstruktion sowie geringem Gewicht zu verbinden, sind derzeit noch in der Ausreifungsphase. Auf der Messe Bau Anfang 2011 sollen marktfähige Lösungen erstmals zu sehen sein.
Solare Gewinne über die Fenster werden derzeit von Öffentlichkeit und Gesetzgeber auch noch unterschätzt. „Dabei sei es möglich, durch die passive kostenlose Solarenergienutzung über das ‚Kraftwerk Fenster‘ allein in Deutschland 83 TWh zu ‚ernten‘, so der Vorsitzende der Gesellschaft für rationelle Energiegewinnung (GRE) und Professor für Bauphysik an der TU München Gerd Hauser in den VDI-Nachrichten Nr. 22 vom 04.06.2010. Zum Vergleich: im Jahr 2006 trugen die erneuerbaren Energien 70 TWh zur Stromerzeugung und 90 TWh zu Wärmeerzeugung bei.
Im gebäudeenergetischen Idealfall hat man ein mit Hochleistungsdämmung (Vakuum-Dämmung) isoliertes Gebäude inkl. Lüftungsanlage, welches mit Passivhaus-Fenstern und –Türen versehen ist. Dies spart auf lange Sicht jede Menge Geld und leistet zudem einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Dies gilt für gleichermaßen für Wohngebäude wie für Gewerbeimmobilien.
Übrigens, die Förderprogramme der KfW-Bankengruppen bezuschussen mittlerweile sogar der Austausch von Fenstern.
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